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    Den Muss-Kindern dieser Republik gewidmet

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    Noch so eine Website über Schule? Wieder ein Aufruf für mehr Lehrer, mehr Werte, für G9 oder für homeschooling? Oder gegen Noten, gegen Mobbing, gegen G8 oder gegen Rassismus?

    Nein, das ist schulschau.de nicht. Sie tut, was ihr Name sagt, sie schaut sich die Schule an, berichtet, stellt fest, dokumentiert und kommentiert, wie wir mit unseren Kindern umgehen, wie es um unsere real existierenden Regelschulen bestellt ist und wie jeder Einzelne von uns zu diesem Zustand beiträgt. Alternative Vorstellungen einer "Guten Schule", einer "Schule für alle" oder "Treibhäusern der Zukunft" gibt es bereits, doch kann man nichts Gutes auf obsolet gewordene Strukturen aufbauen. Um etwas wirklich Neues und Zukunftsfähiges für alle Kinder unserer Gesellschaft imaginieren zu können, gilt es zunächst, das Bestehende schonungslos zu analysieren und unbequeme Einsichten zu gewinnen.

    Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Ausbildung der kleinen Kinder, der Grundschüler, über die kaum jemand spricht. Die meisten glauben, Grundschule sei nur die verschulte Fortführung des Kindergartens - Kinderkram. Dass die Kinder heutzutage

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    im Alter zwischen 6 und 10 Jahren die Leistungsprinzipien unserer Gesellschaft, die Lehre vom Gewinner und Verlierer schmerzhaft und lebenslänglich eingeimpft bekommen, kann sich kaum jemand vorstellen, der es nicht selbst erlebt hat. Doch die, die es erleben, wagen nicht, darüber zu sprechen, um sich keine Blöße zu geben, um keinen Zweifel an ihrer eigenen Leistungsbereitschaft aufkommen zu lassen. Sie trainieren, pauken, belohnen, bestrafen, missachten und drangsalieren ihre eigenen geliebten Kinder. Und wenn sie nicht weiterkommen geht es gegen die Lehrer, die unter Druck gesetzt, bedrängt oder mit Rechtsmitteln bedroht werden. Fruchtet auch das nichts, so helfen nur noch Medikamente, für Eltern und Kinder.

    Den Höhepunkt dieses aberwitzigen, doch ernsten Spiels stellt die Herausforderung des Übertritts von der Grundschule auf die weiterführenden Schulen dar, insbesondere in Bayern, in dem dieser Übertritt ausschließlich über den Notendurchschnitt der drei Hauptfächer geregelt ist. Dass im Land von Laptop und Lederhosen die bayerischen Eltern die schulische Laufbahn ihrer Zöglinge steuern können, insbesondere nachdem die Regierung dies durch anzukündigende Proben seit 2009 gesetzlich unterstützt, ist eine grobe Ungerechtigkeit. Aus diesem Grund haben wir den Bayerischen Verfassungsgerichtshof in einer Popularklage angerufen, welche hier dokumentiert ist.

    Darüber hinaus wird auf allgemeine Aspekte zum Thema Schule fokussiert. Vielleicht stoßen so auch jene auf schulschau.de, die in ihre Suchmaschine eingeben „Schule und Gewalt“ oder „Schulpflicht und Schulzwang“ oder aber „Grundschule Übertritt Bayern“ ohne gleich auf der Website des Kultusministeriums oder des staatseigenen Qualitätssicherungsinstituts ISB zu landen.

    Anderen Texten, Dokumenten oder Bildern zum Thema möchte schulschau.de im Bereich Dialog/Meinung ebenfalls eine Plattform bieten. Einfach mailen an: kontakt@schulschau.de – Hinschauen statt Wegschauen.

  • Pool

    Das Wort Pool verbinden die meisten Menschen eher mit Erholung und Entspannung als mit Stress und Schule. Das, was in der Informatik darunter verstanden wird, trifft schon eher die hier benutzte Bedeutung: Es handelt sich um eine Menge „vorinitialisierter Ressourcen“, auf die man zurückgreifen kann, da sie – einmal zusammengestellt – nicht mehr verworfen werden.

    Es ist bekannt, dass Grundschulproben der 3. und 4. Klasse über Jahre, vielleicht Jahrzehnte hinweg, sehr ähnlich sind, da derselbe Lehrstoff immer wieder auf gleiche Weise abgefragt wird. Vor diesem Hintergrund haben sich findige Mütter die Pool-Lösung ausgedacht. Warum sollten Eltern nicht das machen, was Lehrer schon lange tun: die eigenen Proben oder die der Kollegen immer wieder aufs Neue mit kleineren Umstellungen zu nutzen? Wenn man das Ganze mit mehreren Eltern effizient organisiert, kann über einen recht kurzen Zeitraum ein umfassender Pool von Probenkopien kompiliert werden, den man zunächst selbst nutzen und dann an Eltern der Folgeklassen weiterreichen kann.

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    Möchte man aus einem dergestalt ersammelten Probenpool allerdings für sein Kind einen Vorteil herausholen, so ist es nicht ratsam, ihn mit allen Eltern und deren Kindern zu teilen. Sonst könnten ja mit passgenauer Vorbereitung nachher alle den Übertrittsschnitt von 2,33 auf das Gymnasium schaffen. Somit zirkuliert der Pool unter der Hand, zwischen „engagierten“ Eltern, die wissen, wo es lang geht.

    Besonders schwerwiegend wird so ein Vorgehen dann, wenn tatsächlich die LehrerInnen ohne jegliche Veränderungen die Proben der Vorjahre übernehmen und somit der Eltern-Pool perfekt auf die gestellten Proben passt. Während sich die Pool-Eltern im Stillen ihres Glückes erfreuen und dem Lehrkörper keinerlei Rückmeldung geben, ist das für jene Kinder, die nicht aus dem Pool lernen können, der völlige Knock-out. Selbst wenn sie vorher gute Schüler waren, haben sie kaum eine Chance, mit den gedopten Klassenkameraden mitzuhalten. Letztere wiederum bekommen ein übersteigertes Selbstwertgefühl, das die meisten später im Gymnasium demütig wieder einbüßen.

    Diese organisierte Mogelei, die sich einen strukturellen Fehler in der Leistungserhebung zu Nutze macht, wurde dem Münchner Schulamt und dem bayerischen Kultusministerium offengelegt. Bis auf eine interne Ermahnung an die LehrerInnen, sich bitteschön stets neue Proben für den eng umgrenzten Grundschulstoff auszudenken, gab es offiziell keinerlei Vorgehen. Nach außen wurde der Standpunkt vertreten, dass Proben „aus dem unmittelbaren Unterrichtsablauf“ entstünden und ein teaching-to-the-test pädagogisch nicht zielführend sei. Zudem hätte man auch als Schulaufsicht gegen kopierte und in Umlauf gebrachte Proben staatlicher Grundschulen keine juristische Handhabe.

    Aus dieser Lage heraus schien der letzte noch gangbare Weg, das höchste Bayerische Gericht in Form einer Popularklage anzurufen. Das Gericht sollte insbesondere die seit dem Schuljahr 2009/10 gültige Gesetzesänderung prüfen, wonach Grundschulproben (22 an der Zahl) in der 4. Klasse eine Woche vorher anzukündigen sind, was die Pool-Vorbereitung erst wirklich effizient und damit de facto ungerecht macht.

    Um den Hintergrund und die Details der Klage besser verstehen zu können, sind im Folgenden der beispielhafte Notenschlüssel einer Münchner Grundschule sowie je drei typische Hauptfach-Proben aus einem kursierenden Probenpool aufgeführt. Dem Gericht wurde der gesamte Pool mit weit über 100 Seiten vorgelegt. Da es beinahe zur Aufdeckung des Poolings kurz vor Vollendung einer 4. Klasse gekommen wäre, sei die damals entstandene Glosse mit angeführt.

    Notenschlüssel
    Deutsch
    Mathe
    HSU
    Wenn Eltern helfen
  • Klage

    Der Eltern-Probenpool war nicht der einzige Anlass für eine Klage. Während der Recherche zum Thema wurde klar, dass es noch ganz andere Pools gibt: professionelle, die man kaufen kann, wenn man die nötigen Mittel dazu besitzt.

    In Bayern existieren zwei wichtige Anbieter, die unter Eltern als Geheimtipp gehandelt und seitens des Kultusministeriums ignoriert werden (Vgl. Plenumsanfrage im Bayerischen Landtag 5.3.2013). Zeitgleich mit Inkrafttreten der Gesetzesänderung angekündigter Proben im September 2009 kam die erste Auflage der „Ultimativen Probenbücher“ auf den Markt. Für 16 Euro pro Unterrichtsfach und Jahrgangsstufe kann man sich Hefte mit minimal veränderten bayerischen Grundschulproben kaufen, von denen die beiden herausgebenden Mütter schon 2010 gegenüber der SZ sagten: „Theoretisch brauchen die Schüler nur unser Probenbuch zur Vorbereitung“.

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    Hatten die MaMis (so der Verlagsname) die Proben noch selbst gesammelt, so geht die Nürnberger Firma Catlux einen Schritt weiter: Sie kauft bereits gehaltene Proben direkt von Lehrern ab und stellt sie nach Themenbereichen, Fächern und Jahrgangsstufen sortiert zum Jahresbeitrag von 70 Euro ins Netz. Jene Proben, deren Vervielfältigung und Vertrieb der bayerische Staat nicht abwenden kann und will, sichern sich sowohl MaMis als auch Catlux mit einem eigenen Copyright.

    Irgendetwas ging hier nicht mit rechten Dingen zu. Doch wer sollte zur Verantwortung gezogen werden, wenn nicht der Staat selbst? Dafür gibt es in Bayern, anders als in anderen Bundesländern, die Möglichkeit, das Verfassungsgericht in Form einer Popularklage direkt anzurufen. „Zulässig“ ist eine solche Klage aber erst, wenn ein Verstoß gegen eine Grundrechtsnorm der Bayerischen Verfassung hinreichend substantiell dargelegt wird. Ist dies der Fall, werden auch alle anderen Artikel der Verfassung, selbst wenn sie keine Grundrechte betreffen, in Bezug auf die gerügten Gesetzesvorschriften überprüft.

    Neben der Chancengleichheit war auch die Angemessenheit der Übertrittsregelung Thema der Klage: die vorgeschriebene Menge der Prüfungen, welche für die kleinen Schüler Dauerstress bedeuten, die Frage nach Neigung und innerer Berufung, die laut Verfassung maßgeblich für die Aufnahme an einer bestimmten Schule sind. Zudem sollte die Tragweite der staatlichen Aufsichtspflicht vom Gericht eingeschätzt werden.

    Die im Juli 2013 eingereichte Klage wurde nach Stellungnahme von Landtag und Staatskanzlei im Mai 2014 von neun Richterinnen und Richtern als „zulässig“ aber „unbegründet“ eingestuft. Letzteres war zu erwarten, da bei einer „begründeten“ Klage der Gesetzgeber, also das bayerische Kultusministerium, das gesamte Übertrittsverfahren neu hätte regeln müssen. Die Argumente der gerichtlichen Ablehnung jedoch sind bemerkenswert und geben einen tiefen Einblick in unser gesellschaftliches Selbstverständnis (siehe Kommentar).

    Dass weder Landtag, noch Kultusministerium, ja nicht einmal das bayerische Verfassungsgericht die nicht allen zugänglichen Leistungsverstärker und die damit einhergehenden schwerwiegenden Folgen für alle Grundschulkinder in irgendeiner Weise kritisch hinterfragen oder eine Änderung der Leistungserhebung in Aussicht stellen bzw. anmahnen, legt den Schluss nahe, dass Bayern im Schulleistungs-Vergleich mit den anderen Bundesländern seinen Spitzenplatz um jeden Preis behalten möchte.

    Klageschrift
    Anlagen
    Landtag
    Staatskanzlei
    Entscheidung
    Kommentar
  • Fokus

    Auch wenn Probenpools und Popularklage auf schulschau.de einen prominenten Platz einnehmen, so soll die Veröffentlichung der Dokumente nicht das einzige Anliegen dieser Website sein.

    Es geht darum, sich generell zu fragen, was unsere Gesellschaft heutzutage mit der Institution Schule bezweckt. Nur weil wir und unsere Eltern und Großeltern in der Schule waren, heißt das nicht, dass auch zukünftige Generationen dieser Formatierung von Kindheit und Jugend in gleicher Weise ausgesetzt sein müssen. Dem Nachdenken darüber sind die schon vor einiger Zeit entstandenen Texte Leserbrief und Streitschrift gewidmet. Im Text Vision, der noch fortzuschreiben ist, scheinen unterschiedlichste Zukunfts-Szenarien auf.

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    Zudem warten weitere Themen auf Bearbeitung. Hierzu gehört die Gesetzesgrundlage, auf der unsere Schulpflicht und ihre Ausgestaltung basieren. Wenigen ist bewusst, dass der Schulzwang, so wie er heute über die Ländergesetze geregelt ist, auf dem Reichsschulpflichtgesetz von 1938 beruht oder dass gemäß Art. 120 des Bayerischen Gesetzes für das Erziehungs- und Unterrichtswesen (BayEUG) zur Durchsetzung der Schulpflicht Grundrechte wie körperliche Unversehrtheit und Freiheit der Person außer Kraft gesetzt werden dürfen.

    Auch ganz konkrete Unerträglichkeiten des Schulalltags sollten ins Visier genommen werden: Dazu gehören Verhaltensregulatorien wie die Sozialwirksame Schule oder Fähigkeits-Scans wie die obligatorischen Vergleichsarbeiten in unterschiedlichen Jahrgangsstufen (VERA) und die Indikatorentests für Erstklässler (FIPS). Das staatliche Bildungsinstitut ISB spielt in Bayern eine treibende Kraft, wenn es um die quantifizierende Evaluierung von Schulen und Schülern geht.

    Auf die zahlreichen Aspekte in und um Schule kann nur pointiert fokussiert werden. Die einzelnen Schlaglichter und persönlichen Sichtweisen sollen einen Dialog anregen, der die Legitimation von Schule fundiert hinterfragt. Gerne werden weitere Themenvorschläge aufgenommen – bitte mailen an kontakt@schulschau.de.

    Leserbrief
    Streitschrift
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    Vision
  • Dialog

    Die Frage aller Fragen: „Ja, warum ändert sich denn nichts?“, gestellt von Moderatorin Catrin Boldebuck während der Podiumsdiskussion zu Sabine Czernys Buch „Was wir unseren Kindern in der Schule antun“ am 26. Oktober 2010 und die darauf folgende lange Stille im überfüllten Saal des Münchner Literaturhauses fand knapp drei Jahre später bei einer anderen Diskussion „München braucht humane Bildung“ im Juni 2013 bei Heppel & Ettlich eine Antwort: Es geht um Verteilungskämpfe. Was die SPD-Politikerin Ruth Waldmann als radikale Erkenntnis aus ihrer Praxis bei der Arbeiterwohlfahrt gewonnen hatte, wollte sie im Verlauf der Veranstaltung vorsichtshalber nicht wiederholen, aber es war des Pudels Kern – trotz aller Bemühungen Prof. Nida-Rümelins davon abzulenken: Es gäbe doch kein Oben und Unten, nur unterschiedliche Wege.

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    Der Verteilungskampf, ein überholt und altmodisch wirkender Begriff, scheint die einzige Erklärung dafür, dass nichts passiert, obwohl sich alle, immer und überall einig sind, dass Schule so nicht mehr tragbar und unseren Kindern nicht mehr zumutbar ist. Schule, so wie sie jetzt funktioniert, sichert den Status der Bessergestellten und verhindert das Durchkommen der weniger Privilegierten; sie ist zutiefst undemokratisch. Es geht genau um jenes vermeintliche Oben und Unten auf der sozialen Leiter, welche die Deutschen um alles in der Welt nicht hinunterfallen und doch um jeden Preis hinaufsteigen wollen.

    Die Argumente für eine radikale Veränderung von Schule, jener Institution, in der „die Anleitung der Neugier, der inneren Beteiligung fehlt“ (Mitscherlich), sind größtenteils schon in den späten Sechzigern und frühen Siebzigern des 20. Jahrhunderts luzide und prägnant formuliert worden. Dass sich nichts verändert hat, verdeutlichen das zyklische Wiederauftauchen von Texten zur „deutschen Bildungskatastrophe“ sowie die neuesten Untersuchungen über die Undurchlässigkeit unseres Bildungssystems (Vgl. Malter, B./Hotait A., Hg.). All das und noch mehr ist nachzulesen in der hier aufgeführten Auswahl von Literatur zum Thema. Die Links zu interessanten Artikeln, Interviews oder Vorträgen stellen nur eine kleine Auswahl dar.

    Der Dialog, den schulschau.de anregen möchte, findet zu guter Letzt seinen Raum im Bereich Meinung. Dort können unterschiedlichste Texte, Zitate, Kommentare und Bilder einen Platz finden, die an kontakt@schulschau.de gemailt werden. Fundstücke, die schon seit längerer Zeit vorliegen, machen als Beispiele den Anfang und sollen weitere nach sich ziehen. Je mehr Beiträge und Materialien eingehen, desto differenzierter und umfassender kann die Schau auf Schule werden.

    Literatur

    Allmendinger, Jutta: Schulaufgaben. Wie wir das Bildungssystem verändern müssen, um unseren Kindern gerecht zu werden, München 2012

    Czerny, Sabine: Was wir unseren Kindern in der Schule antun … und wie wir das ändern können, München 2010

    Foucault, Michel: Überwachen und Strafen. Die Geburt des Gefängnisses, Frankfurt 2008 (Surveiller et punir, Paris 1975)

    Gebhardt, Miriam: Die Angst vor dem kindlichen Tyrannen. Eine Geschichte der Erziehung im 20. Jahrhundert, München 2009

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    Goodman, Paul: Das Verhängnis der Schule, Königstein 1975

    Illich, Ivan: Entschulung der Gesellschaft. Eine Streitschrift, München 1972

    Illich, Ivan: Schulen helfen nicht. Über das mythenbildende Ritual der Industriegesellschaft, Reinbek bei Hamburg, 1972

    Johnson, Steven: Neue Intelligenz. Warum wir durch Computerspiele und TV klüger werden, Köln 2006

    Juul, Jesper: Wem gehören unsere Kinder? Dem Staat, den Eltern oder sich selbst?, Weinheim 2012

    Krautz, Jochen: Ware Bildung. Schule und Universität unter dem Diktat der Ökonomie, München 2009

    Malter, Bettina/Hotait, Ali (Hg.): Was bildet ihr uns ein? Eine Generation fordert die Bildungsrevolution, Berlin 2012

    Mitscherlich, Alexander und Margarete: Die Unfähigkeit zu trauern. Grundlagen kollektiven Verhaltens, München 1967

    Neill, A.S.: Theorie und Praxis der antiautoritären Erziehung. Das Beispiel Summerhill, dt. Reinbek bei Hamburg 1969

    Rauter, E. A.: Wie eine Meinung in einem Kopf entsteht. Über das Herstellen von Untertanen, München 1971

    Reimer, Everett: Schafft die Schule ab! Befreiung aus der Lernmaschine, Reinbek bei Hamburg 1972

    Rutschky, Katharina: Schwarze Pädagogik. Quellen zur Naturgeschichte der bürgerlichen Erziehung, FFM/Berlin 1977

    Picht, Georg: Die deutsche Bildungskatastrophe, München 1965

    Schnuer, Günther: Die deutsche Bildungskatastrophe. 20 Jahre nach Picht – Lehren und Lernen in Deutschland, Herford 1986

    Spiegel Nr. 20/2002: Dumm gelaufen. Die neue deutsche Bildungskatastrophe, darin: Pfusch am Kind, S. 96-123

    Links

    „Ich bin gespannt wie die SPD das Pferd aufzäumt", Artikel in der tz vom 7.9.2016
    https://www.ovb-online.de/bayern/ich-gespannt-pferd-aufzaeumt-6726246.html

    Bildungskrise: warum, weshalb, wieso (Michel Foucault) 2015
    https://www.youtube.com/watch?v=DLQCstui-zA

    „Übertrittsdruck zermürbt Kinder, Eltern und Lehrer“, Pressemitteilung Nr. 16 des BLLV 25.4.2013
    http://www.bllv.de/BLLV-Ressort-Presse.6506.0.html?&cHash=86f6f8e0174111b15852e270e092e3e0&tx_ttnews[tt_news]=6069

    Ihr Buch ist ein sinnloses Ärgernis, Herr Precht!" Peter Praschl, Die Welt-online, 22.04.2013
    http://www.welt.de/kultur/literarischewelt/article115500466/Ihr-Buch-ist-ein-sinnloses-Aergernis-Herr-Precht.html

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    „Zahl der ADHS-Diagnosen steigt rasant“, spiegel-online, 29.1.2013
    http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/barmer-anstieg-bei-aufmerksamkeits-defizit-adhs-a-880255.html

    „Übertrittsdruck macht krank und behindert gutes Lernen“, Kommentar von Simone Fleischmann, Grundschuldirektorin und BLLV- Abteilungsleiterin, 29.11.2012
    http://www.bllv.de/BLLV-Ressort-Wissen.8282.0.html?&cHash=34a431a6a5e1af145af985f665d5cdb1&tx_ttnews[tt_news]=5587Anlage%20K.I.5

    Kritische Analyse der politischen Struktur unseres Schul- und Bildungssystems", Eberwein/Feuser 08/2012
    http://www.georg-feuser.com/conpresso/_data/MANIFEST_zur_Politischen_Struktur_des_Schul-_und_Bildungssystem_von_H._Eberwein_und_G._Feuser.pdf

    Changing education paradigms", Ken Robinson, 10/2010
    https://www.youtube.com/watch?v=zDZFcDGpL4U

    Schule ist für Kinder da", Interview mit Remo Largo, spiegel-online, 11.12.2008
    http://www.spiegel.de/spiegelspecial/a-590825-2.html

    Schools kill creativity", Ken Robinson, 02/2006
    http://www.ted.com/talks/ken_robinson_says_schools_kill_creativity?language=de

    Meinung

    Schule. Das ist Unfug. Primitiv. Es sind Gefängnisse. In 100 Jahren werden die Menschen entsetzt darüber sein, was wir unseren Kindern angetan haben. So ähnlich, wie wir heute über Zahnheilkunde im Mittelalter denken.
    (Emma Thompson im tz-Interview 01.04.2010)

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    Strafarbeit eines Grundschülers, der im Rahmen der Sozialwirksamen Schule einen der Goldenen Werte – die Verantwortung – missachtet hatte und auf diese Weise die Konsequenzen tragen musste. (Oktober 2010)


    In einem kurzen SZ-Interview (16.5.2012) "Bis zur Erschöpfung" bezeichnet ein bayerischer Grundschulrektor die sogenannten VERA-Tests, die in der 3. Klasse der Grundschule in den Fächern Deutsch und Mathematik abgehalten werden, als "eine Art staatlich verordneter Kindesmisshandlung".

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